Über mich

New York

Rabbi Akiva Weingarten wurde 1984 in New York geboren und wuchs mit zehn Geschwistern in einer chassidischen Gemeinschaft in NY auf. Er lernte dort in vier Yeshiwot, später in Israel in zwei weiteren. Obschon er ein guter Schüler war, wurde Rabbi Weingarten des öfteren aus dem Unterricht geworfen – da er zu viele kritische Fragen stellte. Freie Denker waren in der Gemeinschaft nicht gern gesehen.

Seine erste Smicha* erhielt er mit 17 Jahren, mit 19 wurde er verlobt und mit 20 verheiratet. Zwei Jahre später war er bereits Vater zweier Kinder.

*Ordination zum Rabbiner

Foto: Stephan Pramme
Foto: Stephan Pramme

Israel

Mit 18 Jahren ging Rabbi Weingarten nach Israel und lebte dort zehn Jahre lang in der ultra-orthodoxen Gemeinschaft in Bnei Brak. Dort erhielt er seine zweite und dritte Smicha. Noch heute leben seine drei Kinder in Israel, sie haben einen sehr guten Kontakt zueinander.

Deutschland

Mit Ende 20 verließ Rabbi Weingarten das Land Israel und somit die ultra-orthodoxe Gemeinschaft und ging nach Deutschland. An der FU und der Uni Potsdam studierte er schließlich „Jüdische Studien“. Er genoss die Offenheit Fragen stellen zu dürfen und die Freiheit sich akademisch weiterzuentwickeln. Heute ist er Rabbiner in Dresden und Basel. Darüber hinaus hilft er Aussteiger*innen in der nicht-orthodoxen Welt Fuß zu fassen. Zudem ist es ihm wichtig, das jüdische Leben in Dresden zu stärken.

Weingarten ist der einzige liberale Rabbiner, der heutzutage chassidische Kleider – wie Shtreimel und Kaftan – zu Schabbat trägt. In seinen Predigten verwendet er häufig chassidische Geschichten und Erklärungen zur Torah, zusammen mit einer liberalen und aktuellen Interpretation. Er beschreibt sich selbst als liberal-chassidisch

Foto: Stephan Pramme